Nach einer sehr kurzen Nacht, bin ich doch bereits wieder um 7.30 Uhr wach gewesen.
Trotz großen Anstrengungen nochmals etwas zu schlafen bin ich dann um 8 Uhr aufgestanden und habe erst mal geduscht um meine bleierne Müdigkeit etwas loszuwerden.
Nun ist es 8.40 Uhr und ich sitze in dem kleinen Park in der Nähe der Bushaltestelle im Schatten und schreibe diese Zeilen.
Morgenessen habe ich mal wieder sein lassen, dafür noch einen meiner 3 Äpfel dabei die noch übrig geblieben sind. Die anderen beiden warten in meinem Koffer auf Ihre Reise in die Schweiz :-)
Nun sitze ich hier uns warte, dass die Zeit bis 11.40 Uhr rumgeht.
Meine Magennerven versuche ich mit meinen Similisankügelchen etwas zu besänftigen. Ich hoffe es klappt dann auch.
Ich werde versuchen am Flugplatz noch einige Bilder drehen zu können, rechne mir aber nicht allzu viele Chancen aus, da es dort sicherlich hektisch zugehen wird.
Aus 11. Uhr40 wurde schließlich 12.10 Uhr bis unser Bus schließlich ankam um uns abzuholen.
Anscheinend wollte unsere Fahrer die verlorene Zeit wieder aufholen und so ging es im Affentempo Richtung Flughafen Luqua.
Beim Eingangsbereich fand ich nochmals einige meiner finnischen „Mitschüler“ und wir haben uns nochmals voneinander verabschiedet.
Ich hatte Glück und konnte beim Einchecken wieder einen Fensterplatz ergattern.
Die Gepäckkontrolle verlief wiederum typisch maltesisch, das heißt sie fand einfach nicht statt. Stattdessen musste ich kurz meine Mütze abnehmen.*g*
Um 14 Uhr 25 sollte eigentlich mein Flug stattfinden.
Mit Betonung auf sollte!
Stattdessen kam um 13.30 Uhr die Durchsage, dass sich unser Flug um 30 Minuten verzögern würde. Grund: "Technische Probleme."
Dieser Grund stimmte mich natürlich sehr misstrauisch.
Was versteht man unter „technischen Problemen“?
Na ja lieber 2x nachsehen dachte ich und wartete die 30 Minuten geduldig ab.
Es kam wie ich es befürchtet hatte: Nächste Durchsage, gleicher Grund.
Na ja, was soll’s.
Langsam machte sich der Hunger bemerkbar und ich kratzte mein letztes Münz zusammen und bestellte mir was zu Trinken und ein Sandwich.
Genussvoll habe ich dies angefangen zu Essen und harrte der Dinge die da, leider, noch kommen sollten.
Mittlerweilen war es 16 Uhr und wieder machte uns die freundliche Blechstimme aus den Lautsprechern aufmerksam: "Wir informieren in 30 Minuten wann Bordingtime sei. "
"Wir informieren..“,heisst für mich: “Wir wissen mal von nichts“. So war es auch.
Bei einigen Mitreisenden machte sich langsam Unmut bemerkbar und es ereignete sich das, was man später mal „Die grosse Belagerung Maltas 2008“ nennen wird.
Die arme Dame am Gate - Schalter konnte einem wirklich leid tun.
Ich habe mich frech daneben gestellt und ein bisschen "Spion" gespielt.
Was da Leute alles wissen wollte, weshalb, warum, und wieso... tz tz
Als ob diese Dame mehr wüsste als wir.
Immerhin wurde uns dann ein Sandwich und was zu Trinken offeriert.
Ich war zwar mit meinem Sandwich immer noch beschäftigt, aber dachte mir: Wenn die mich schon warten ließen, sollen sie auch was dafür tun.
Mit meiner Bordingkarte bin ich mir noch mal Nachschub holen gegangen. So nach dem Motto: Was ich habe, das habe ich. Man(n) weiß ja nie.
Ich hatte den mal den Zöllner um Erlaubniss gefragt, ob ich wieder raus dürfe um wenigstens mal meinem Tabaklaster zu frönen.
In der „Smokingarea“ einem hübschen Aussenkaffe habe ich dann genüsslich meine Zigarette geraucht und einem Flieger beim Start zugesehen. Spaäter wusste ich auch was für ein Flug es gewesen war:
Flug Air Malta nach Basel. Na prima.!
Als ich dann wieder Richtung meines Gates geschlendert bin, stand auf der Anzeigetafel doch tatsächlich: bording bei meinem Flug.
Hastig bin ich Richtung Gate und dann in den Flieger geklettert.
Mein Fensterplatz fand ich auch auf Anhieb und setzte mich mit Kreuzworträtsel bewaffnet mal hin.
Als wir dann endlich langsam anrollten, bekamen wir noch eine schriftliche Entschuldigung von Air Malta für die lange Verspätung. Ich jedenfalls fand es eine noble Geste und wusste dies zu schätzen. Ganz im Gegenteil zu den meisten meiner Mitpassagiere.
Jedenfalls nach einem ruhigen Flug sind wir dann in Zürich gelandet.
Ganz im Gegenteil zu sonstigen Landungen blieb der gewohnte Applaus vollständig aus.
Ich fand dies sehr arrogant, den die Crew konnte für die Verspätung genau soviel wie ich.
Nämlich gar nichts.
Beim Aussteigen habe ich jedoch für den tollen Flug bedankt und ein freundliches "Sahha" zugerufen und bin dann Richtung Package Claim gestiefelt.
Unterwegs habe ich auf einer Anzeigetafel gesehen, dass ich in 10 Minuten einen Direktzug nach Basel hätte. Ja hätte, wenn mein Gepäck endlich kommen würde.
Als ich dann endlich schweißüberströmt und außer Atem am Gleis angekommen bin, habe ich hastig mein Billet entwertet und mich in den wartenden Zug gestürzt.
Mit 3 Stunden Verspätung bin ich dann endlich in Basel eingetroffen wo meine private Taxifahrerin ( die beste Ehefrau von Allen) mich müde, aber glücklich nach Hause fuhr.
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