Montag, 2. Juni 2008

Dienstag, 2. Schultag

Nun ja, dass mit dem Ausschlafen hat mal nicht so richtig funktioniert.
Um halb 8 sass ich schon wieder am Frühstückstisch und habe mich dabei entschlossen für den Nachmittag den Ausflug nach Mdina mitzumachen der von der Schule angeboten wird.
Meinem Wunsch zum Wechsel der Nachmittagsklasse wurde leider nicht entsprochen, da alle Kurse am Nachmittag denselben Lernstoff haben.
Na ja werde ich mich da halt durchbeissen. Vielleicht bessert es ja.

Der Morgen war wie immer sehr lustig und abwechslungsreich.

Der Nachmittag ging heute auch einigermassen besser über die Bühne.
Vielleicht lag es auch an meiner Vorfreude auf Mdina, von der ich im Internet-Forum schon einiges gelesen habe.

Um 14.30 war die Schule aus und ich ging gespannt zur Schultüre raus, wo schon eine richtige Menschenschar auf den Ausflugsbus wartete.
Die Staffmitglieder hatten aber alles im Griff und nach vorweisen der Buchungsbestätigung und dem Studentenausweis, jaja ich bin nun Temporärstudent *gg*, ging’s dann los nach Mdina.

Mdina, the silent city





Mdina ist die ehemalige Hauptstadt von Malta zur Ritterzeit.
Durch ein Erdbeben zerstört und dann durch einen portugiesischen Baumeister wieder aufgebaut.
Allerdings nicht im ehemaligen arabischen Stil, sondern im Barockstil.
Einige Häuser hatten aber das Erdbeben überstanden und stehen nun im Kontrast zum renovierten Rest der Stadt.
Mdina kommt aus dem arabischen, und heisst schlicht und einfach: "Stadt."
Diese Stadt brauchte keinen wirklichen Namen, da sie damals die einzige Stadt war.

Irgendwie noch logisch dachte ich mir..


Nach dem Erdbeben flohen die Bewohner alle nach Valletta, oder in die neu gegründete Stadt Rabbat.
Rabbat ist eine kleine „Künstlerstadt“, da an jeder Ecke Handarbeiten aus Silber, Leder, Holz und Stein angeboten werden.
Dazu aber später mehr.

Unser Guide Mario, unterrichtet Englisch und Geschichte, wusste mit viel geschichtlichem Wissen, meine Neugier zu befriedigen.
Durch eine Brücke über eine Ditch, (Graben) gingen wir durch ein altes Stadttor, zur Zeit wird es gerade restauriert, in die Stadt hinein.



Er machte uns auf die verschiedenen Stilrichtungen der Bauten aufmerksam, zeigte uns die vielen Doorknocker und war auch für den einen oder anderen Spruch nicht verlegen.
Von der Stadtmauer hatten wir einen sagenhaften Blick über die Insel Malta.
Die vielen Eindrücke muss man erst einmal verarbeiten um darüber zu schreiben.
Manchmal hatte man den Eindruck, jeden Moment muss ein Ritter mit seinem Pferd und Knappen um die Ecke kommen. So eindrücklich war das Ambiente.
Und für Ruhesuchende Maltaurlaube das Paradies auf Erden. Nicht umsonst heisst Mdina auch die stille Stadt.
Nach gut 2 Stunden „Intensivgeschichtsunterricht“ verliessen wir die Stadt Mdina durch das älteste Tor Richtung Rabat.

Rabbat bereitete sich gerade auf eine Prozession vor. So war es nicht verwunderlich, dass überall Tribünen aufgebaut wurden, alle Ecken mit Blumen, Lichterketten und sonstigen Materialien geschmückt wurden.

Unser Guide Mario führte uns in eine Silberschmiede wo wir wunderschönen Silberschmuck bestaunen und natürlich auch kaufen konnten. Habe meinem Schatz eine wunderschöne Kette mit dem Malteserkreuz gekauft.
( Für ein Souvenir für mich hat das mitgebrachte Geld nicht mehr gereicht )

Auch Pastizzi konnten wir testen. Dafür reichte es noch...




Pastizzi sind kleine Blätterteigtaschen mit allerlei Füllungen.Ein herrlicher Snack für Zwischendurch.

Ich habe mich mit einem Kinney begnügt, dass ich langsam richt gerne habe.
Kinney ist das Maltesische Pendant zu Cola.



Kinney wurde während des 2 Weltkrieges „erfunden“ als es kein Cola gab. Es schmeckt süsslich-herbbitter und wird als eine Kräuterlimonade verkauft.
Zum Löschen des Durstes allerdings bestens geeignet.

Um 18.20 sind wir dann wieder wohlbehalten vor der Schule abgesetzt worden und ich bin noch rasch in meinem Laden mein Abendessen einkaufen gegangen.
Nun plane ich bereits den nächsten Ausflug, der mich am Donnerstag wiederum nach Valletta führen wird, diesmal aber auf dem Boot in den Grand Harbour.
Dieser Ausflug wird wiederum von der Schule angeboten und kostet 18 EUR.
Morgen werde ich nach der Schule vermutlich mal das süsse Nichtstun am Strand geniessen.
Wettermässig soll es am Wochenende 26 Grad geben. Herrlich!

Mdina kann ich wirklich jedem empfehlen. Ein wunderbarer Ort voller Geheimnisse und Ispiration.

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