Wenn man in Malta irgendwo hin mit dem Bus will, heisst es meistens nach Valletta zu fahren. Vom Busterminal aus fahren die verschiedensten Buss quer über die Insel.
Also war auch mein erster Zwischenstopp in Valletta.
Nach einem Blick auf meinen Busfahrplan hiess es erst mal meinen Bus suchen.
Nachdem ich meinen Bus Nr. 15 gefunden hatte, ging es Richtung Paola zum Hypogäum.
Im Dorfzentrum bin ich dann mal ausgestiegen, da ich den genauen Busstopp nicht kannte.
Nachdem ich dann, natürlich wieder einmal mehr, dran vorbei gelaufen bin, habe ich das Hypogäum in einer Seitenstrasse gefunden.
Da ich noch einiges zu früh war, bin ich dann nochmals ein bisschen durch Paola geschlendert.
Überall waren Böllerschüsse zu hören, die ganzen Strassen und Gassen waren schön geschmückt mit Fahnen, Bildern und Statuen.
Doch zügig musste ich wieder ins Hypogäum zurück.
Enttäuschung war angesagt, als ich gesehen habe, dass ich nicht filmen durfte im Inneren des Hypogäum.
Ich habe also meine Kamera auf lautlos gestellt und gehofft eventuell unbemerkt filmen zu können. Anscheinend hatten diese Idee aber schon einige vor mir, denn wir mussten die Taschen alle abgeben. :-(


Wir haben dann alle eine Art Hörgerät erhalten, damit wir alle den Ausführungen folgen konnten.
Wir wurden zuerst in einen Vormuseum geführt, wo uns Gegenstände aus dem Hypogäum gezeigt wurden.
Anschließend kamen wir in den Genuss einer 10 minütigen Filmvorführung über die Geschichte Maltas.
Dann ging’s direkt in den Schlund der Erde: in das Hypogäum.
Das Hypogäum ist 3 Stockwerke tief in Inneren. Bei Arbeiten für eine Zisterne wurde das Hypogäum zufällig entdeckt, als die Bauarbeiter durch die Decke des Hypogäum brachen und in die Tiefe stürzten.
Die Entdeckung wurde zuerst geheimgehalten und erst 3 Jahre später fanden die ersten Ausgrabungen statt.
Das Hypogäum ist eine Art Höhlen. Die aber anscheinend über Jahrhunderte stetig erweitert wurde. Gegraben haben die damaligen Arbeiter mit Geweihen zum Bohren und Feuerstein.
Das ganze Hypogäum ist nur schwach beleuchtet. Die hat den Grund, dass man dem Wachstum von Schimmel durch zu starke Hitze der Lampen Einhalt gebieten will.
Außerdem sind im Hypogäum überall Sensoren und Messgeräte installiert, damit man durch zu große Hitze und Feuchtigkeitsschwankungen reagieren kann.
Nach 30 Minuten war die Führung vorbei und wir wurden wieder ans Tageslicht entlassen.
Ich habe mich dann auf die Suche nach den Tempeln von Tarxien gemacht, die nur 10 Minuten Fußmarsch entfernt sein sollten.
Zum Glück ist alles gut angeschrieben und ich habe die Tempel wurden schnell gefunden.

Ich war ein wenig enttäuscht, da ich unter „Tempel von Tarxien“ etwas anderes vorgestellt, als die Steinhaufen die ich vorgefunden habe.
Nach 10 Minuten habe ich dann auf den Rückweg nach Valletta gemacht.
Dort angekommen musste ich zuerst mal meinen Flüssigkeitshaushalt wieder ins Gleichgewicht bringen, bevor ich den Bus Nr. 62 Richtung Paceville nahm.
In Sliema habe ich die Fahrt allerdings unterbrochen um noch einige Filmaufnahmen von Valletta zu machen.
Sogar ein Mitbringsel für meine Tochter Janine habe ich dort gekauft und mich dann zufrieden in den nächsten Bus gesetzt.
Im Hotel habe ich erst mal wieder etwas gegessen um wieder zu Kräften zu kommen.
Im Gedanken an Thorsten frage ich mich ernsthaft ob ich mir morgen eine 5 stündige Wanderung zumuten soll, da es morgen noch mal so heiß werden soll.
so?
Ein gemütlicher Tag am Strand wäre auch nicht zu verachten, da ich bis jetzt noch nicht mal am Meer war.
Mal schauen was Thorsten heute abend dazu sagen wird.
So nun ist es beinahe 23 Uhr und ich bin vom „Ausgang“ zurück im Hotelzimmer.
Überall werden in den Strassen von Paceville aus allen Pubs, Diskotheken und Bars laute Musik gespielt. Uns war’s dann beiden zu laut und wir haben beschlossen zurück in unsere Unterkunft zu gehen.
Weiterhin sind wir uns einig geworden, dass wie die Wanderung abblasen, da es morgen wieder gegen 27 Grad heiss werden soll. Die Wanderung hätte uns durch Gegenden geführt, bei der nichts Schattenspendendes wäre.
So werden wir uns morgen gegen 9.45 Uhr bei der Bushaltestelle treffen um zusammen die Tempel von Hager Qim und einer 2ten Tempelanlage in Mnajdra anzusehen. Auch die „Blue Grotto“ wäre noch am Weg. Allerdings denke ich müssten wir diese zu Fuss erkunden. Gemäss unserer Karte nur 2-3 Km entfernt. Das sollte zu schaffen sein.
So nun noch schnell meine Trinkflaschen auffüllen und eine zweite Flasche in meinem Kühlschrank platzieren um morgen kalte Getränke zu haben.
Werde morgen wohl meinen Rucksack mitnehmen, da ich auch die Sonnencreme sicherlich einpacken werde.
So ist alles an einem Ort verstaut und nicht so umständlich.
Heute abends habe ich das erstemal Käse aus Gozo eingekauft. Möchte ja die hiesige Wirtschaft unterstützen. Bin gespannt wie der schmecken wird.
Hoffentlich besser als die Maltesische Wurst, die sich als Totalreinfall entpuppt hat.

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