Montag, 2. Juni 2008

Montag, erster Schultag

Um 7 Uhr gab’s Frühstück.
Wie immer hab ich es genossen und mich auf den bevorstehenden Schultag eingestimmt.
Um 20 vor 8 bin ich dann mit meinem Beutelchen (mit Duden, Schreibblock und einigen Stiften) losmarschiert Richtung Schule.


Als ich dort ankam warteten draussen schon einige Schüler und auch einige Angehörige des Staff waren zu sehen.
Noch schnell eine geraucht um meine Nervosität zu unterdrücken und dann ab ins Abenteuer Schule.
Als erstes mussten wir einen Einstufungstest machen. War gar nicht mal so einfach alle Antworten innert Frist zu beantworten, was auch die meisten nicht geschafft hatten. Mich natürlich eingeschlossen. :-)
Um die Zwischenzeit der Korrektur zu überbrücken, wurden wir durch einige Staffmitglieder begrüsst und uns auf die wichtigsten Punkte hingewiesen.
So zum Beispiel über die Wichtigkeit der Student-card, Ausflüge die gebucht werden können, komende Aktivitäten wie den Orientierungsbummel am Nachmittag etc.
Da ich mich schon seit Sonnag selber orientiert habe, verzichtete ich darauf.

Eingeteilt wurde ich als "Intermediate", was soviel wie fortgeschrittener Anfänger heisst. Na ja.

Unsere Klasse besteht aus 1 Deutschen, 1 Belgierin und 6 Finnen/innen.
Die Finnen scheinen sich alle zu kennen und arbeiten zum Teil auch zusammen bei Zeitungen, jedoch in unterschiedlichen Ressorts.
Als erstes haben wir uns gegenseitig vorgestellt und uns mal ein bisschen beschnuppert. Das gehört halt dazu.

Als erstes war die Reihe an Raimo(nd).
Raimo arbeitet für das grösste Technikmagazin in Finnland. Er ist unter anderem für testbereichte von Autos, Fahrrädern und Motorräder zuständig. Auf diesem Gebiet ist er der Ressortleiter.

Als zweites war Timmo drann:
Timmo arbeitet als freier Journalist mit Fachgebiet Ingenieurswesen.
Also alles was mit Technik zu tun hat. Er hatte schon Artikel bis nach den USA verkauft.

Nächster was Jussi,
Jussi ist Journalist und Fotograph.Er arbeitet für einen Zeitungsverbund im Mittelwesten von Finnland.
Wobei seine Hauptarbeiter Richtung Fotograph geht.
In seiner Freizeit komponiert Jussi finnische Tangolieder. Er war der Spassvogel in unserer Gruppe.

Die Reihe war an Ailla,
Ailla arbeitet auch als Journalistin, hat aber in den staatlichen Dienst gewechselt und ist nun im Touristikbereich Ihrer Heimatstadt Tampere.

Weiter ging die Reihe zu Christina,
Christina arbeitet auch als Journalistin einer Zeitung. Sie ist für den Bereich Lifestyle, Gesundheit und Society zuständig.
Sie hat 2 hübsche kleine Töchter und lebt im Mittelteil von Finnland.

Nun zu Janna,
Janna kommt aus der selben Gegend wie Christina und war lange als Sportjournalistin für die dortige Zeitschrift gearbeitet.
Janna arbeitet nun seit einigen Wochen für das dort ansässige Lokalfernsehen.
Mit Janna konnte man sich ausgezeichnet über Eishockey unterhalten. Sie kannte sogar meinen SCB !!

Christine,

Christine kommt aus Belgien. Sie arbeitet als eine Art Mentaltesterin. Sie testet Kandidaten auf Ihre „Menschlichen Fähigkeiten“ die sich für eine Kaderstelle beworben haben. Dies ist anscheinend in Belgien häufig der Fall. Mir war so etwas bisher unbekannt

Thorsten,
Wie der Name schon verrät, kommt Thorsten aus Deutschland. Er lebt in Stuttgart, kommt aber ursprünglich aus der ehemaligen DDR.
Thorsten arbeitet bei einer Firma, die sich mit Umwelttechnologie befasst. Er ist für die Dienstleistung zuständig. ( Programmieren der Software und Einführung der Benutzer)
Diese Gruppe scheint sehr gut zu harmonieren und wir sind auch prima klargekommen.

Am Nachmittag ( 13.00 – 14.30) bin ich dann in einer andere Gruppe gekommen.
Diese scheint nichts für mich zu sein, da diese nicht wirklich harmoniert.
Es sind halt einige Studenten darunter die schon länger hier zur Schule gehen.
Wir mussten in 2er Gruppen eine Art Rätsel lösen, aber meine Tischnachbarin aus Tschechien wollte wohl nicht so recht.
Nun ja, hab ich mein Rätsel halt alleine gelöst. Sie ist nicht fertig geworden. ( Schadenfreude ist was schönes)

Als Fazit würde ich sagen, dass ich mir den Nachmittagsunterricht hätte sparen können. Der bringt mir nicht allzu viel. Vorerst jedenfalls.
Ich werde versuchen die Nachmittagsklasse zu wechseln. In eine Klasse die den Focus mehr auf Grammar gelegt hat, anstatt auf Conversation.

Heute Abend habe ich visavis meines Hotels Lebensmittel eingekauft.
Recht teuere Angelegenheit. Ich habe für Brot, etwas Fleisch, Käse, Cherrytomaten und Butter stolze 15 Euro hingeblättert. Da sind die Preise in der Schweiz ja kaum höher.

Um 21.00 Uhr würde ein Welcome-Party stattfinden in einem Nachtclub. Da ich nicht der Nachtschwärmer bin und es mir dort eh zu laut ist, bleibe ich im Hotel und schreibe nun diese Zeilen.

Morgen Nachmittag werde ich mal rumfragen wo, man hier CDs kaufen kann. Ich möchte mir eine CD von Wintermood kaufen. Dies ist eine maltesische Band die ich sehr gerne mag. Eventuell finde ich in dem grossen Einkaufscenter an der St. Georg Bay etwas.
Wettermässig hält es sich in Grenzen zwischen 22 und 24 Grad bei leicht bedecktem Himmel und etwas Wind.

Mein Abendessen habe ich nun hier auf meinem Zimmer genossen und dabei nochmals meine ersten Schulunterlagen durchgearbeitet.

Freue mich auf Samstag, an dem ich das Hypogäum in der Nähe von Paola besuchen werde. Ticket habe ich ja bereits von zuhause aus bestellt und via Internet auch bezahlt und ein Onlineticket ausdrucken können.

Abends habe ich noch einen Spaziergang ins Vergnügungsviertel gemacht.
Der einzige Zwecke scheint es, sich mit lauter Musik zu übertreffen. Wie es da drinnen Leute aushalten, ist für mich schwer nachzuvollziehen.

Wem es gefällt.

Vermutlich bin ich schon zu alt um ab solchem „Lärm“ gefallen zu finden.
Jedoch für Teenager vermutlich das Paradies auf Erden.
Ich habe einige Videosequenzen gedreht und mich dann in ruhigere Ecken davongemacht.
Als ich zum Hotelzimmer reinkam, war ich über 2 Dinge sehr froh:

- Die Klimaanlage die nun bestens funktioniert
- und der funktionierende Frigo und das darin schön kühle Kinnie

Ich war nur knapp eine Stunde weg, aber die Zimmertemperatur scheint sich in dieser Zeit drastisch erhöht zu haben.
Auch ein Schluck auf der gekühlten Kinnieflasche war eine Wohltat.
Morgen kann ich mal ausschlafen, denn ich habe erst um 9.00 Uhr Schule.

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